Gérard-Gäfgen-Medaille


Seit 2011 verleiht die Deutsche Gesellschaft für Gesundheitsökonomie (dggö) einmal im Jahr die Gérard-Gäfgen-Medaille jeweils an eine Person, die sich um die Entwicklung der Gesundheitsökonomie in Deutschland in besonderer Weise verdient gemacht hat. Die Auswahl der Preisträgerin oder des Preisträgers obliegt dem Engeren Vorstand.

Preisträger 2012

Prof. Dr. emer. Peter Zweifel, Universität Zürich

Peter Zweifel, Jahrgang 1946, war zwischen 1983 und 2011 Professor an der Universität Zürich, lehrte und forschte in den Bereichen Außenwirtschaft, Energiewirtschaft, Versicherungsökonomie und Gesundheitsökonomie. Er ist als Autor unzähliger Aufsätze, Koautor eines Lehrbuchs zur Gesundheitsökonomie, Gründungseditor des International Journals of Health Care Finance and Economics und als Verfechter der Red Herring Hypothese bekannt, wonach die Alterung der Bevölkerung keine Auswirkungen auf die Gesundheitsausgaben habe. Er war weltweit einer der ersten Wissenschaftler, der konsequent mikroökonomische Modelle auf das Verhalten von Ärzten, Versicherten und Patienten anwendete. Auch durch seine Gutachter- und Vortragstätigkeit hat Peter Zweifel viel dazu beigetragen, dass sich das Fach Gesundheitsökonomie an deutschen Universitäten etablieren konnte.


Preisträger 2011

Prof. Dr. emer. Peter Oberender, Universität Bayreuth

Peter Oberender, Jahrgang 1941, war bis 2007 Inhaber des Lehrstuhls für Volkswirtschaftslehre IV an der Universität Bayreuth. Hier war er einer der Gründer der Forschungsstelle für Sozialrecht und Gesundheitsökonomie. Ende der 90er Jahre initiierte er den ersten deutschen Universitätsstudiengang "Gesundheitsökonomie" an der Universität Bayreuth. Wie der Namensgeber der Medaille ist Peter Oberender einer der Gründerväter der Gesundheitsökonomie in Deutschland. Von 1987 bis 1990 war er Mitglied der Enquête-Kommission Strukturreform der gesetzlichen Krankenversicherung des Deutschen Bundestages. Diese Kommission bereitete das Strukturreform-Gesetz 1992 vor, das mit der Kassenwahlfreiheit den Wettbewerb in die gesetzliche Krankenversicherung Deutschlands einläutete. Von 1992 bis 1995 war er Vorsitzender des Ausschuss für Gesundheitsökonomie im Verein für Socialpolitik. Nicht zuletzt hat Peter Oberender auch mit seiner praktischen Arbeit, insbesondere mit Kollegen in der Medizin die Entwicklung der Gesundheitsökonomie in Deutschland befördert.